Das übliche Treibhausmodell und meine Kritik daran


 
*Das übliche Treibhausmodell geht davon aus, dass die Bodenabstrahlung (entsprechend der mittleren Globaltemperatur 289 K) in die Atmosphäre eintritt, dort durch die IR-aktiven Gase nach und nach teilweise absorbiert  wird und dann (von ursprünglich 396 W/m² auf 240 W/m²) geschwächt das Erdsystem in Richtung All verlässt. Die absorbierte Wärme wird teilweise auch wieder zurück auf den Erdboden gestrahlt (im Mittel 333 W/m²) und vermag auf diese Weise - neben der Sonne - die Erdoberfläche aufzuwärmen. Damit wäre auch klar: Wenn mehr IR-aktive Gase in der Atmosphäre wären (z. Bsp. anthropogen verursacht) würde mehr Bodenstrahlung absorbiert und dann auch wieder zurückgestrahlt werden, womit sich die Erdoberfläche zusätzlich aufwärmte.
*Mein Atmosphärenmodell sagt aus, dass Bodenabstrahlung nur im atmosphärischen Strahlungsfenster (ca. 8 bis 13 µm) in die Atmosphäre eintreten und sie durchdringen kann, weil in allen anderen Wellenlängenbereichen die atmosphärische Gegenstrahlung die Bodenabstrahlung in Erdbodennähe kompensiert (333 W/m² nach unten gleich 333 W/m² nach oben). Und der im atmosphärischen Strahlungsfenster nach oben emittierte Strahlungsanteil (von nur noch 396 W/m² - 333 W/m² = 63 W/m²) wird von den hauptsächlichen IR-aktiven Gasen nicht absorbiert, weil sich in diesem Wellenlängenbereich gar keine Absorber (Ausnahme: O3) befinden.
Nach meinem Modell geht somit der größere Teil der Bodenwärme (98 W/m²) materie-gebunden nach oben und wird bei der effektiven Temperatur 255 K oben abgestrahlt.
Eine Konsequenz wäre: Wenn die hauptsächlichen IR-aktiven Gase in der Atmosphäre keine Bodenstrahlung absorbieren, kann es auch zu keiner zusätzlichen Erwärmung kommen.
*Eine ganz andere Frage ist es, dass Wasser (und nur Wasser) durch veränderte Sonnenstrahlung (und vermutlich auch durch anthropogene Einwirkung) durch Verdunstung und nachfolgende Kondensation Wärme in obere Luftschichten einträgt, mit den Wolken einen neuen IR-Strahler in der Atmosphäre bildet und dann durch einen veränderten (feuchten) Temperaturgradienten und eine veränderte effektive Abstrahlungshöhe das Klima beeinflussen kann.
*Nach meiner Auffassung sollte es möglich sein, experimentell zu prüfen, welches Modell die Verhältnisse annähernd richtig abbildet. Nach dem üblichen Modell befindet sich neben den verschieden warmen Luftschichten (entsprechend dem mittleren Temperaturgradienten) als Strahler noch immer ein Teil Bodenstrahlung in der Atmosphäre, und es gibt in der Troposphäre kein Strahlungsgleichgewicht (entsprechend dem Kirchhoffschen Gesetz).
Nach meinem Modell gibt es in der Atmosphäre nur die Strahlung der verschieden warmen Luftschichten (damit auch eine geringere Strahlungsintensität), und es herrscht ein annäherndes Strahlungsgleichgewicht in jeder Höhe, sofern diese noch weit genug vom Unterrand (Bodennähe) und Oberrand (All) entfernt ist.