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Anthropogene Biomasse-Oxidation und Klimaerwärmung (Abschnitt 9.8 der in Vorbereitung befindlichen 2., erweiterten Auflage von "Atmosphäreneffekt, Klimabedingung...") Dr. Wolfgang Brune |
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Das
würde die energetischen und klimatischen Chancen einer
extensiven
Biomassenutzung erheblich beeinflussen. Es ist also nicht nur die
extensive
Flächennutzung, die in Konkurrenz zu anderen lebenswichtigen
Nutzungsarten
steht und damit die Biomassenutzung begrenzt: Die Biomasse-Oxidation
würde sich
dann vorrangig auf die Beseitigung
unerwünschter und belastender Abfälle
beschränken, die anderweitig nicht oder nicht so
günstig beseitigt werden könnten;
ansonsten wäre sie für den Menschen ein Mittel
– unter mehreren anderen −, um
steuernd auf die Klimagestaltung einzuwirken. Biomasse-Oxidation ist
keinesfalls ein energiewirtschaftliches Allheilmittel. Wie
fällt der Vergleich zwischen der Biomasse-Oxidation und dem
beispielhaft
benannten Methanol×) als
Kreislauf-Energieträger aus? Biomasse-Oxidation
bedeutet immer – und das ist durchaus so gewollt –
eine Verquickung mit den auf
der Erde ablaufenden Natur-Kreisläufen, hier vor allem mit dem
des Wassers,
auch mit dem des Kohlenstoffs. Es wird damit suggeriert, dass
die Einpassung
der Wirtschaftstätigkeit in Naturprozesse dergestalt
möglich ist, dass es
keine oder nur eine sehr verminderte Rückwirkung der
Wirtschaftstätigkeit auf
die Naturprozesse gibt. Dem ist aber nicht so:
Absolut oder relativ mehr
Wasserdampf in der Atmosphäre ist beispielsweise
nicht rückwirkungsfrei auf
die Globaltemperatur der Erde. Die Gestaltung einer
Methanol-Kreislaufwirtschaft
kann so erfolgen, dass sich der jeweilige Hauptprozess
getrennt von Naturkreisläufen
abspielt – das heißt hier vor allem, dass der
zusätzliche Eintrag von Wasserdampf
in die Atmosphäre weitgehend vermieden und das
Prozesswasser wieder verwendet
wird. Neben-, hier vor allem Kühlprozesse, können so
gestaltet werden, dass
Wasser, wenn erforderlich, weitgehend in
flüssiger Form aus den Prozessen
ausgeschieden
wird. Damit entfällt ein zusätzlicher
Eintrag von Wasserdampf in die Atmosphäre
bzw. möglicher Wasserdampf wird kontrolliert
in die Atmosphäre abgegeben, um
damit einen Beitrag zur anthropogenen Klimasteuerung zu
leisten. ×) W. Brune: Der Übergang zu einer künftigen energiegeführten globalen Kreislaufwirtschaft. Energiewirtschaftliche Tagesfragen, 58 (2008)7, 14-17.
W. Brune: Vom Kernkraftwerk zum
nuklearen Energiepark. Strom, Kraftstoffe, Energiespeicherung - alles
an einem Ort. atw, © by Wolfgang Brune, 2010 |